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Das Infertilitäts- und IVF Labor in Voorburg, Die Niederlanden Einleitung Das Infertilitäts- und IVF Labor in Voorburg hat sich in den vergangenen Jahren zu
einem der renommiertesten Zentren entwickelt. Seit mehr als 12 Jahren werden
IVF-Behandlungen angeboten. Seit kurzem sind das "Diaconessenhuis Voorburg" und das "Reinier de Graaf Krankenhaus in Delft" zur "Reinier de Graaf Gruppe Delft/Voorburg" fusioniert. Dieser Zusammenschluß hat das Ziel, eine optimale Versorgung für die Patienten in der Randstadt-Region zu garantieren. Infertilitätsbehandlungen Alle Infertilitätsbehandlungen werden in dem Diaconessenhuis angeboten. Voraussetzung hierfür ist eine gute medizinische Indikation. Im Vorfeld muß eine vollständige Infertilitätsuntersuchung stattgefunden haben und abgewogen werden, ob und inwiefern eine gezielte Behandlung tatsächlich die Chance einer Schwangerschaft vergrößert. Behandlungen, wie Ovulationsinduktion, kontrollierte Hyperstimulation, Intra-Uterine Insemination (IUI), Fallopian Sperm Perfusion (FSP), IVF werden an sieben Tagen in der Woche durchgeführt. Die Ovulationsinduktion kann z.B. mittels oraler Therapie, Therapie mit Gonadotrofinen oder pulsatieller Therapie mit LHRH stattfinden. Refertilisationen und andere Tubachirurgie wird mit mikrochirurgische Tuba-Operationen ausgeführt. Die vollständige endocrinologische Analyse und Therapie wird von einem Endocrinologen unseres Hauses ausgeführt, so daß auch für die weniger vorkommenden endocrinologischen Abweichungen Analysen und Therapien vorhanden sind. Alle relevanten, zudem auch spezifische und hochspezialisierte Laborbestimmungen können durchgeführt werden. In Vitro Fertilisation/Embryonen Transfer Seit Januar 1989 wird die gesamte IVF/ET Behandlung im eigenen Zentrum
durchgeführt.
Eine IVF Behandlung kann physisch als auch psychisch eine enorme Belastung fur den
Patienten bedeuten, aus diesem Grunde sollte die Betreuung optimal sein. Unser Zentrum
zeichnet sich durch einen intensiven persönlichen Kontakt zwischen dem Patienten und dem
medizinischen Team aus. Innerhalb unseres Teams pflegen wir ebenfalls eine intensive
Kooperation. Um die Chance einer Schwangerschaft zu erhöhen, werden mehrere Embryonen gleichzeitig in den Mutterleib eingesetzt, dies kann allerdings zu Mehrlingsgeburten führen. Zwillingsgeburten sind hierbei im Ergebnis akzeptabel, während Drillingsgeburten oftmals eine nicht zu unterschätzende Belastung für den Patienten und für die Gesundheitspflege bedeuten. Aus diesem Grund versuchen wir ein Optimum zwischen Erfolgsquote und Risiko von Mehrlingsgeburten zu erzielen. Das Einsetzen von Embryonen in den Mutterleib ist im Laufe der Zeit immer zurückhaltender vorgenommen worden und zwar von durchschnittlich 2,8 Embryonen pro Einsatz in 1989 auf 2,1 Embryonen in 1995. Der Prozentsatz von Drillingsgeburten hat sich von 5% aller Schwangerschaften in 1990 auf 0% in 1995 verringert. Cryopreservation Falls mehr Embryonen von guter Qualität entstehen, als anschließend in den Mutterleib eingesetzt werden können, werden diese eingefroren. Diese eingefrorenen Embryonen werden zu einem späteren Zeitpunkt, während des Ruhezyklus, in den Mutterleib eingesetzt. Pro Hormonzyklus kann hiermit die Chance auf ein Kind erhöht werden. Insgesamt sind 114 Schwangerschaften aus Cryocycli entstanden, dies bedeutet einen Zunahme von 5% bei Hormonstimulationen. Im Laufe der Zeit haben die Erfolge von Cryoschwangerschaften zugenommen. Gegenwärtig sind auf Jahrbasis ungefähr 10% der Schwangerschaften durch das Einsetzen von Cryoembryonen entstanden. ICSI Es kommt immer häufiger vor, daß die Qualität des Samens zu schlecht ist, um eine natürliche Befruchtung zu vollziehen. In diesem Fall kann mit ICSI (Intracytoplasmatische Sperma-Injektion) eine Befruchtung und Schwangerschaft erreicht werden. Es sind aber auch andere Indikationen im Bereich ICSI möglich. Seit 1996 werden nur bei strikter Indikation IVF Behandlungen mit ICSI durchgeführt. Zwischenzeitlich konnten- bis januar 1997- 125 ICSI-Schwangerschaften dokumentiert werden. Wegen eines bestehenden Moratoriums von ICSI in Kombination mit dem erhaltenen Samen aus den Hoden oder Nebenhoden (TESA und MESA) wird diese Variante noch nicht durchgefuhrt. Eizellenspende In dem Fall, daß die Frau keine verwendbaren eigenen Eizellen mehr besitzt, kann eine Schwangerschaft durch Eizellenspende entstehen. Der Spender unterzieht sich einer hormonellen Stimulation und Follikelpunktion. Anschließend werden die Embryonen in den Uterus der Wunschmutter eingesetzt. Mittels Eizellenspende wurden bislang (jan 1997) 41 Schwangerschaften in Voorburg erzielt. Hochtechnologische Leihmutterschaft Seit dem 1. Januar 1998 ist die Leihmutterschaft möglich. Das Embryo der Wunscheltern wird hierbei einer Leihmutter eingesetzt. Dieses Verfahren wird ausschließlich dann durchgeführt, wenn die Wunschmutter z.B durch angeborenes Fehlen oder durch Krebskrankheit keine oder generell keine funktionierende Gebärmutter besitzt. Diese Methode kann nur unter Einhaltung strenger Protokolle, Vorschriften und nach Richtlinien der NVOG durchgeführt werden. Insemination met Spendersamen Seit der Einführung von ICSI wird KID (Insemination mit Spendersamen) weniger häufiger genutzt. Trotzdem besteht weiterhin Bedarf für diese Behandlungsmethode: Immer wird es männliche Personen geben, die keine Samenproduktion haben. Unser Bestreben ist es, Ihnen ein Gesamtpaket an Fertilitätsbehandlungen bieten zu können. Aus diesem Grund besitzt Voorburg seit einiger Zeit eine eigene Samenspenderbank. Spender und Samen werden nach den Kriterien der CBO-Consensus-Arbeitsgruppe überprüft und ausgewählt. Der Samen wird nach einer Quarantänezeit von sechs Monaten freigegeben. Die ersten Schwangerschaften mit Samen aus der eigenen Spenderbank sind bereits eingetreten. IVF mit Spendersamen Wenn eine Indikation für KID vorliegt aber nach 12 bis 18 KID-Behandlungen keine Schwangerschaft eintritt, kann IVF mit Spendersamen die erfolgreiche Lösung sein. Die Resultate dieser Behandlungsform sind sehr vielversprechend. Bisher (jan 1997) sind mit Hilfe dieser Kombination 333 Schwangerschaften eingetreten. Zusammenfassung Das Zentrum in Voorburg erfüllt gegen die Unfruchtbarkeit eine internationale Funktion. Viele Patienten aus allen Teilen Europas haben unser Zentrum besucht, ihnen konnte geholfen werden. Unser Streben ist das Erzielen optimaler Resultate mit einem Minimum an Komplikationen und Mehrlingsgeburten. Alle Infertilitätsbehandlungen werden durchgeführt und individuell auf den Patienten abgestimmt. Haben Sie Fragen oder Anmerkungen zu dieser WebSite? Schicken Sie mir bitte ein Email an keesj@rdgg.nl Dr. C.A.M. Jansen und drs J. Dolfing, Voorburg, den 27. Januar 1997 |
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